Biographie
Serge Mangin wurde 1947 in Paris geboren. Kurz nach der Kulturrevolution von 1968 verließ er Frankreich und entdeckte in Deutschland die Bildhauerei für sich bei dem Bildhauer Anton Rückel. Der jetzt in München lebende französische Bildhauer gibt der ursprünglichen europäischen Sensibilität seit Jahrzehnten mit seinen Skulpturen und Porträts unverwechselbaren Ausdruck.
Sein internationales Renommee verdankt er vor allem seinen Porträts von Ernst Jünger, Luciano Pavarotti, Henry Miller, Hans Küng, Helmut Kohl und Michael Gorbatschow.
Seine Denkmäler hat Mangin hauptsächlich in Deutschland geschaffen. Hervorzuheben sind: „Das Fischerdenkmal“ in Neustadt/Holstein, „Der Lektor“ im Verlagshaus Langen Müller in München, „Das Brahmsdenkmal“ im Musikkonservatorium in Hamburg, die Gruppe „Save Our Seas“ in Westerland auf Sylt, die Bronzestatue „Albert Einstein“ im Krebstherapiezentrum Rineker in München, sowie verschiedene Skulpturen und Porträts, die auf den Kreuzfahrtschiffen der Reederei Peter Deilmann ihren Platz fanden.
DEUTSCHE PRESSE
Statuen
Das Oeuvre Mangins ist ein Aufstand der Schönheit, die sich einem unbeugsamen Menschenbild verdankt. Es ist ein Widerstand gegen den Verrat des philosophischen Erbes zugunsten wirtschaftlicher Interesse. Im Gesichtsausdruck seiner Statuen ist der Blick Apolls zu sehen; des weisen Gottes, der den Mensch auffordet, sich selbst zu erkennen.
Portraits
Die von mir geschaffenen Porträts sind immer ernst. Wohl können sie eine Erregung oder Leidenschaft ausdrücken, sie bleiben aber trotzdem immer zurückhaltend; sie senken nicht einmal den Kopf. Beinahe möchte man sagen, dass sie ihr Schicksal auf sich nehmen, ohne es selbst zu wissen. Dies ist auch ein Grund, warum ich es immer vermieden habe, in Serien zu arbeiten. Jedes meiner Porträts soll ein einmaliges Werk sein. Es hinterlässt tiefe Spuren in mir, unabhängig davon, ob es sich dabei um ein Kind, einen Erwachsenen oder einen Greis handelt.
Ich glaube, dass das Material – Metal, Stein oder Holz – der einzige Träger der Form sein darf; nichts Unnötiges darf hinzugefügt werden. Schlichtheit und Rohheit des Materials sind dazu geeignet, den unsicheren und flüchtigen Charakter der menschlichen Existenz zu illustrieren.
Aquarelle und Zeichnungen
Bildhauerskizzen sind allgemein sehr begehrt. Es kommt daher, daß wir Bildhauer durch unsere Zeichnungen, im Gegensatz zu den Malern, keine Kunst produzieren wollen: Wir suchen lediglich dabei nach einer Idee oder einer Vision für eine künftige Statue, die noch im Werden ist: kurz, wir spielen! Und gerade weil wir frei von jedem belastendem Zwang sind, wirkt unser Strich treffend, leicht, erotisch . . .
Einmal habe ich, notwendigerweise, ein neues Ausdrucksmittel gefunden: den Strandsand, ein vergängliches Material in der Form aber ewig in der Substanz. Zwei göttliche Holländerinnen lagen neben mir eingeschlafen - und nichts dabei, um sie zu zeichnen. Um dieser Misere eine Lösung zu finden, habe ich sie mit nassem Sand modelliert!




